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am 11. Oktober

UNTERWEGS IN DIE ZUKUNFT

- Mobilität von Kopf bis Fuß

Wie werden wir in Zukunft mobil sein?

​Früher war die Freude über das erste Fahrrad groß. Dann kam die Zeit des eigenen Mopeds - des eigenen Autos. Inzwischen haben einige Familien mehrere Autos, manche davon ein Cabrio, nur für den Sommer.

Ist das der viel gelobte technologische Fortschritt der letzten Jahrzehnte?  Mit dem selbstfahrenden Auto können wir auch schon unseren Kindern ein eigenes Fahrzeug anschaffen. 
Braucht es dann überhaupt noch einen Führerschein? Wir hätten die umfassende Mobilität erreicht!

Wir müssen nur noch ausreichend Straßen, Garagen, Car Ports und Stellplätze bauen, damit auch genügend Platz für die vielen Autos ist. Immerhin steht so ein „Fahrzeug“ die meiste Zeit herum…

Wir sollten bessere Alternativen für unsere Zukunft entwickeln und schon heute in diese investieren!

Öffentlicher Verkehr

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs bleibt eine beständige Herausforderung. Öffentlicher Verkehr kostet Geld. Aber auch das Straßen- und Wegenetz wird von der öffentlichen Hand bezahlt. Letztlich sollen öffentliche Ausgaben dazu führen, dass immer mehr Menschen mobil sind und trotzdem auf ein eigenes Auto verzichten können. „Ohne Auto geht’s am Land nicht“. Auch in Krenglbach sind viele dieser Meinung und erachten es als notwendig, ein eigenes Auto zu besitzen.

Dabei wird leider oft das vorhandene Mobilitätsangebot übersehen. Krenglbach liegt entlang mehrerer Bus- und Bahnlinien. Erst kürzlich gab es Verbesserungen bei „unserer“ Busverbindung nach Wels. Sie hat nun endlich einen direkten Anschluss an die Züge nach Linz bzw. nach Wien! Dazu passend gibt’s seit vielen Jahren schon das Grüne „Öffi-Schnupperticket“, das sich alle KrenglbacherInnen gratis bei uns ausleihen können!

Für die kleinen Fahrten und Besorgungen ist man in Krenglbach weder zu Fuß, noch mit dem Fahrrad (mit oder ohne Elektroantrieb) lange unterwegs. Und für Eilige gibt’s den Gemeindebus Kati, der einen direkt von zu Hause abholt und bequem überall in Krenglbach hinbringt. Mit einer Mitgliedschaft beim lokalen eCarsharing-Verein „Mobilcard Krenglbach“ ist man dann auch noch für alle Eventualitäten, Notfälle und spontanen Ausflüge perfekt gerüstet.

Trotzdem sind die meisten privaten Autofahrten kürzer als 5 km. Eine ideale Distanz, um mit dem Radl zu fahren oder zu Fuß zu gehen.

Wenn es gelänge, den täglichen Weg zur Arbeit mit dem Öffentlichen Verkehr zurückzulegen, könnte sich eine mehrköpfige Familie in Krenglbach locker das Zweitauto ersparen.

Erholung und Fitness

Nebenbei darf auch der Wohlfühlfaktor von Fahrrad und Öffis nicht vergessen werden. Längere Autofahrten sind oft beschwerlich und ermüdend. In Bus und Bahn kann man hingegen entspannt die Augen schließen, Musik hören, Lesen, Arbeiten, den eigenen Gedanken nachhängen. Zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren stärkt das Wohlbefinden. Viele nutzen den Herbst für sportliches „Frischluftprogramm“, weil sie sich dadurch sowohl körperlich, als auch geistig besser fühlen.

Wer aktiv ist und beweglich bleibt, bleibt auch länger geistig fit!

Um die körperliche wie geistige Fitness zu fördern, braucht es eine entsprechende Infrastruktur. Nur attraktive, sichere, gut ausgebaute Geh- und Radwege und verkehrsberuhigte Zonen laden dazu ein, los zu gehen oder aufs Fahrrad zu steigen und das Auto stehen zu lassen. In Krenglbach gibt es bereits einige Angebote. Diese gehören in Zukunft sowohl ausgebaut als auch miteinander vernetzt. Ein Beispiel: Zwischen dem Bahnhof Haiding und dem Krenglbacher Ortskern befindet sich ein kleines Stück Radweg, das seit jeher kurz vor dem Ortszentrum im Nirgendwo endet. Diese Lücke zu schließen, wäre eine funktionierende Lösung um den Bahnhof günstig an das Ortszentrum anzubinden. Mit solchen „Lückenschlüssen“ werden zu Fuß gehen, Radfahren und öffentlicher Verkehr attraktiver und das Zweitauto in den Krenglbacher Haushalten wird letztlich überflüssig.

Geben wir uns alle einen Ruck und probieren es einmal ernsthaft aus, uns vom eigenen Auto zu befreien. Wollen wir die Zukunft mit Feinstaubbelastung, Dieselskandal und Staus rund um die „Sparbüchse“ Privat-Auto gestalten oder wollen wir uns gesund, stressfrei und erholsam fortbewegen?

Es liegt an uns – und unserer Wahl der politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

P.S. Gehen Sie wählen! Ob zu Fuß oder mit dem Rad, es ist Ihre Wahl!​

Michael Pötzelberger


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